Projekte
Limmatsteg
Der Limmatsteg wurde als direkter Zugang zum Limmatraum erstellt
Projektinformationen
| Bauherrschaft | STADT BADEN, Bau und Gemeinde Ennetbaden |
| Architekten |
Leuppi & Schafroth Architekten AG, Zürich |
| Ingenieure | Henauer Gugler, Zürich |
| Kosten | CHF 4.78 Mio. |
| Realisierung | 2006 - 2007 |
Projektbeschrieb
Mit dem gemeindeübergreifenden Projekt der Stadt Baden und der Gemeinde Ennetbaden wurde eine direkte Fusswegverbindung zwischen der Limmat in Ennetbaden und dem unteren Bahnhofsplatz in Baden hergestellt, welche zudem auch den Limmatraum als Naherholungsgebiet direkter vom Zentrum her erreichbar macht.
Die Brücke ist eine 51 Meter lange Fachwerkkonstruktion aus Stahl. Ihre beiden Seiten bestehen aus 3.60 Meter hohen Warren-Trägern. Die Ober- und Untergurte sind wiederum mit den Querträgern zu Vierendeelträgern verbunden. Der Aufbau wiederholt sich beim 35 Meter hohen Aufzugsturm so, als wäre die Brücke lediglich aufgestellt worden. Die hangseitigen Fachwerkgurte des Lifts bilden eine Raumschicht, über welche in Notfällen die Fahrgäste die Kabine verlassen können. Als drittes Glied verbindet die 16 Meter lange Passerelle den Promenadenlift mit der Stadtterrasse. Die tragenden Elemente sind hier die seitlichen Brüstungen aus Stahlblech-Kastenträgern, die miteinander verbunden einen Vierendeelträger ergeben.
Das Projekt erhielt u.a. aufgrund der Angemessenheit des Eingriffs, der sorgfätligen und detailgenauen Ausformulierung und als attraktive Ergänzung des Fusswegnetzes im Jahr 2008 die Auszeichnungen «Prix Acier» und den «Flaneur d’Or».
Publikationen
Hochparterre 2013 [pdf, 237 KB]
zu Fuss im Lift
Steeldoc 04/2007 [pdf, 1.2 MB]
Wegfigur zwischen den Elementen
Auszeichnungen "Pric Acier" und "Flaneur d'Or"
"Pric Acier"
Der Limmatsteg wurde im Jahr 2008 mit dem schweizerischen Stahlbaupreis «Prix Acier» ausgezeichnet.
«Wo früher noch eine Seilfähre die beiden Gemeinden Baden und Ennetbaden verband wurde nun ein Brückenschlag errichtet, der zudem mit einer vertikalen Verbindung ins städtische Zentrum von Baden führt.
Eine liegende und eine stehende Raumskulptur aus Stahlfachwerk bilden ein starkes aber einfaches architektonisches Konzept, das Leichtigkeit und räumliche Präsenz markiert und sich sowohl in die wilde Flusslandschaft als auch als Ankerpunkt in den urbanen Stadtraum stimmungsvoll einfügt. Von der Jury gewürdigt wurden insbesondere die Angemessenheit des Eingriffs, die Wahl des Tragsystems und der Materialisierung für die ehemalige Industriestadt Baden sowie die sorgfältige und detailgenaue Ausformulierung der architektonischen und strukturellen Idee. Die Vorfertigung im Werk und die spektakuläre Montage am Stück zeigen die Qualitäten des klassischen Stahlbaus auf, die jedoch zu einer eigenständigen, bewegenden Interpretation des Ortes und seiner Erschliessung geführt haben». (Laudatio Prix Acier, Stahlbauzentrum Schweiz SZS).
"Flaneur d'Or"
Der Limmatsteg erhielt im Jahr 2008 auch den «Flaneur d’Or».
«Der Limmatsteg mit dem Promenadenlift bedeutet ein Quantensprung in der Entwicklung des Wegnetzes der Stadt Baden und der Gemeinde Ennetbaden. Mit dem Brückenschlag und der bequemen Überwindung der Höhendifferenz zwischen den beiden Niveaus wird eine Netzlücke auf verblüffende Weise geschlossen.
Mit dem Lift erhält Baden einen direkten Zugang zum Naherholungsgebiet am Limmatufer. Die Brücke bietet der Gemeinde Ennetbaden einen schnellen Weg zum Badener Bahnhof. Die hohen Frequenzen des Lifts zeigen die grosse Akzeptanz dieses Bauwerkes und die Integration in die alltäglichen Wege.
Limmatsteg und Lift sind Teil eines Konzepts der Stadt Baden, die öffentlichen Räume aufzuwerten und miteinander zu vernetzen, und zwar sowohl in der Altstadt (Bahnhofplatz, Theaterplatz, Schlossplatz) als auch im einstigen Industriegebiet Baden Nord (Bahnhofplatz West, Trafoplatz, Schmiedeplatz). Auf Badener Seite führt die neue Verbindung zur Bahnhofunterführung und zur Innenstadt. Auf Ennetbadener Gebiet erschliesst der Steg das vom Durchgangsverkehr befreite und zur Umgestaltung vorgesehene Zentrum. Die neue Verbindung, welche auch gestalterisch beeindruckt, hat die Jury überzeugt in ihrer vielfältigen Funktion als Zugang zum Fluss, Schnittstelle zum öffentlichen Verkehr und generell als attraktive Ergänzung im Fusswegnetz. Jetzt, wo sie gebaut sind, erscheinen Lift und Brücke als naheliegende Lösung, und auch die Jury hat sich gefragt: Weshalb hat man das nicht schon früher gemacht?» (Bewertung Jury Flaneur d’Or 2008).
Kontakt
STADT BADEN
Bau
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 89
bau@baden.ch