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Projekte

Sanierung Alte Schmiede

Die denkmalgeschütze Halle der Alten Schmiede wurde saniert und zusammen mit dem neuen Jugendkulturlokal Werkk im September 2015 eröffnet.

Projektinformationen

Bauherrschaft STADT BADEN, Bau
Architekten Ladner Meier Architekten, Zürich - Kopenhagen
Kosten CHF 7.8 Mio.
Realisierung Februar 2013 - Juli 2015

Freiraum zum Denken und Wirken für die gesamte Bevölkerung

Mit der Kombination aus dem Jugendkulturlokal mit Gastronomiebetrieb, der Veranstaltungshalle mit Aussenraum, den Bandübungsräumen und einem Atelier schlägt die Stadt Baden ein neues Kapitel in der Geschichte der Jugendarbeit und Kulturförderung auf: Einerseits wird durch die Inbetriebnahme des Werkks und der dazugehörigen Beiz ein neuer Treffpunkt geschaffen. Andererseits bietet der Hallenraum der Alten Schmiede ein einmaliges industrielles Ambiente: mit seiner Bauweise und Ausgestaltung stellt er für Baden, die Region sowie überregional einen einzigartigen Ort dar, der zur Umsetzung kreativer Ideen und Projekte genutzt werden kann.
Weitere Informationen Kulturzentrum Alte Schmiede

Projektbeschrieb  

Das Areal der Alten Schmiede liegt im stark durch die industrielle Vergangenheit geprägten Stadtteil Baden Nord. Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel hat das ehemalige Industriegebiet sich mit seinen wenigen noch bestehenden ehemaligen Fabrikationsgebäuden – die sich ideal für neue Kulturangebote eignen – kombiniert mit Wohnüberbauungen zu einem neuen lebendigen Stadtquartier mit vielen Bildungs- und Kulturangeboten entwickelt.
Die Schmiedehalle wurde 1906 durch die Firma Wartmann und Valette (Brugg) erstellt. Ihre für die Bauzeit charakteristische Konstruktion ist bis in die Details in der ursprünglichen Gestalt erhalten. Die Haupthalle wurde als wichtiges industriegeschichtliches Zeugnis am 27. Juni 2011 unter kantonalen Schutz gestellt.
Nach einer eingehenden Standortevaluation wurde im Sommer 2010 die Alte Schmiede als Nachfolgestandort für das Jugendkulturlokal WERKK bestimmt.

Vor dem eigentlichen Bauprojekt wurde die umfangreiche Sanierung der belasteten Bausubstanz durch die ABB Immobilien AG durchgeführt.
Das Neubauprojekt besteht aus einem Einbau – der aus energetischen und denkmalpflegerischen Gründen als Haus im Haus-Konzept zu planen war – im hinteren Teil der Halle und einen seitlichen Neubau, der ebenfalls im hinteren Teil angeordnet ist.

Foto: Christine Seiler

Der Grossteil der Schmiedehalle - eine Fläche von ca. 620m2 - bleibt frei und ist dadurch zusätzlich für eine breite öffentliche und kulturelle Nutzung geeignet.

Foto: Christine Seiler

Der neu geschaffene Aussenraum dient der Erschliessung des Jugendkulturlokals und den im Untergeschoss und im Obergeschoss des Anbaus eingebauten Kulturräumen (Proberäume und Atelier).

Foto: Christine Seiler
Bar des Jungenkulturlokals
Foto: Christine Seiler
Atelierraum

Die Materialisierung sämtlicher Räumlichkeiten entspricht dem industriellen Charakter des Baus. Die Gebäudehülle der Schmiedehalle und das Stahltragwerk wurden unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert und instand gestellt. Zudem wurde die komplette Gebäudetechnik ersetzt. Der Hallenraum in der Alten Schmiede bietet mit seiner Bauweise und Ausgestaltung ein einmaliges Ambiente und stellt für Baden, die Region sowie überregional einen einzigartigen Ort dar.

Foto: Christine Seiler

Kunst und Bau

Die Künstlerin Sonja Feldmeier hat auf dem Dach des Anbaus das Projekt "Funken Flunkern" realisiert.

Funken Flunkern
Sonja Feldmeier, Künstlerin

Funken Flunkern thematisiert die Zeichenwelt von Jugendlichen. Im Bemühen um Abgrenzung und Zugehörigkeit setzen sie Logos und Signete verschiedenster Art und Herkunft ein. Im Jugendstil, der Erbauerzeit der Alten Schmiede, waren Schmetterlings-Darstellungen häufig. Assoziiert mit der Jugend ist er Symbol für (Ver-)Wandlung. Mit schillernder Schönheit und signalhafter Zeichnung verfolgt er Strategien der Tarnung, Mimikry und Abschreckung. Auf dem Turm-Neubau funkeln zwei amorphe Formen, sie abstrahieren die Musterung von Schmetterlingsflügeln. Sie bestehen aus Tausenden metallisch reflektierender Pailletten. Jeder Windhauch bewegt die PVC-Plättchen, erzeugt einen lebendig glitzernden Effekt. Die glitzernden Zeichen verweisen mit einem Augenzwinkern auf jugendliche Verhaltensmuster von Nachahmung und Abgrenzung, die der Identitätsfindung dienen.
Die Trägerkonstruktion erinnert an Billboard-Stützen und verlängert optisch den Turm. Sie nimmt Bezug sowohl zur Deckenkonstruktion der Alten Schmiede wie zur Fassadenstruktur des Turms. Die stählerne Trägerkonstruktion und die feingliedrig glitzernde Oberfläche der beiden Embleme stehen in einem spannungsvollen Kontrast.

Foto: Christine Seiler

Produktionsräume

In der Alten Schmiede stehen fünf Bandräume und ein Atelierraum für Kulturschaffende zur Verfügung. Die Räume werden nach den Grundsätzen der städtischen Kulturförderrichtlinien befristet und zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: Produktionsräume
Kulturförderung Suzette Beck (KUL) suzette.beck@baden.ch

Halle

Der Hallenraum der Alten Schmiede bietet mit seiner Bauweise und Ausgestaltung ein
einmaliges industrielles Ambiente. Er steht der Bevölkerung für verschiedenste Nutzungszwecke zur Verfügung und kann gemietet werden.

Downloads
Gesuch Nutzung Hallenraum Alte Schmiede
800.100 Nutzung Hallenraum Alte Schmiede [pdf, 100.93 KB]

Vermietung alteschmiede@baden.ch

Jugendkulturlokal Werkk

Das Werkk bietet im Zeitraum von September bis Juni ein reichhaltig kulturelles Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene. Konzerte und Partys reichen hier von Pop, Punk, Rock, Indie, Funk, Hip-Hop, Reggae, Dancehall und Electro – es ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Nebst den Konzerten ergänzen auch Lesungen und Theateraufführungen das Programm im Werkk. Über Mittag lädt die industriell angehauchte Beiz zu einer warmen Mahlzeit ein.

Weitere Informationen www.werkk-baden.ch  
Betriebsleitung Patricia Itel (KJF) patricia.itel@baden.ch

Publikationen

Steeldoc 01/2016 [pdf, 1.73 MB]  
Eingestellt und angebaut; Jugendkulturhaus Baden

tec 21, 04/2016 [pdf, 707.45 KB]  
Kulturschmiede; Die Alte Schmiede in Baden

Heimatschutz Patrimoine, 02/2016 [pdf, 1.56 MB]   
Altlasten, Industriecharme und Jugenkultur; die Umnutzung der Alten Schmiede in Baden

Kontakt

STADT BADEN
Bau
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 70
bau@baden.ch

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