Projekte
Neugestaltung Unterer Bahnhofplatz
Der Untere Bahnhofplatz muss umfassend saniert werden. Dies bietet Gelegenheit für eine Neugestaltung des Platzes. Im Oktober 2025 hat der Einwohnerrat hierfür einen Planungskredit bewilligt.
Der Untere Bahnhofplatz muss umfassend saniert werden. Dies bietet Gelegenheit für eine Neugestaltung des Platzes. Im Oktober 2025 hat der Einwohnerrat hierfür einen Planungskredit bewilligt.
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Projektverlauf
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Am Samstag, 21. März 2026, fand die Informationsveranstaltung zum Unteren Bahnhofsplatz statt. Die Veranstaltung war öffentlich und richtete sich an die interessierte Bevölkerung.
Ziel der Veranstaltung war es, die Projektabsichten sowie den vorgesehenen Ablauf des Studienauftragsverfahrens vorzustellen. Gleichzeitig wurden erste Einschätzungen, Anliegen und Hinweise der breiten Öffentlichkeit aufgenommen. Die Ergebnisse des Workshops bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Ausarbeitung der Aufgabenstellung und fliessen in die nächsten Schritte des Planungsprozesses ein.
Die entsprechende Dokumentation finden Sie hier: 20260326_Infoveranstaltung Neugestaltung unterer Bahnhofplatz.pdf [pdf, 1.2 MB]
Projektinformationen
Der Untere Bahnhofplatz ist ein grosser, zentral gelegener und wichtiger öffentlicher Raum inmitten der Innenstadt. Er ist Ankunftsort und Repräsentationsraum und damit ein stark frequentierter Bewegungs- und Aufenthaltsraum. Zudem ist er Teil der historischen Stadtachse, welche die Altstadt mit den Bädern verbindet. Als Terrasse grenzt er an den Limmatraum und ermöglicht den Blick in die Landschaft Richtung Ennetbaden und Höhtal. Der Platz muss umfassend saniert werden. Dies bietet Gelegenheit für eine Neugestaltung des Platzes. Hierfür wird ein Studienauftragsverfahren durchgeführt. Der Perimeter der Studie umfasst den Unteren Bahnhofplatz mit den stadträumlichen Übergängen sowie das Areal der Reformierten Kirchgemeinde als Betrachtungsperimeter. Die Reformierte Kirchgemeinde ist am Einbezug ihres Areals interessiert, um eine räumliche Gesamtsicht zu ermöglichen und Ideen für die Entwicklung ihres Grundstücks zu erhalten. Das Verfahren wird im Frühling 2026 öffentlich ausgeschrieben.
Projektbeschrieb
Das östliche Bahnhofsareal in Baden ist auf zwei oberirdischen Ebenen, dem Oberen und dem Unteren Bahnhofplatz, organisiert. Diese Aufteilung geht auf die Verkehrsplanung in den 1960er Jahren zurück. Mit der Verkehrsbefreiung der Badstrasse und des Unteren Bahnhofplatzes wurde damals schweizweit die erste Fussgängerzone geschaffen.
Vor der Neuorganisation des Verkehrsregimes Ende der 1960er Jahre war der Ort ein Strassenraum und bewältigte den Durchgangsverkehr durch die Innenstadt von Baden.
Mit dem Bau eines neuen Eisenbahntunnels unter dem Schlossberg und der Umnutzung des alten Tunnels für den Strassenverkehr wurde die Innenstadt vom Verkehr befreit. Bei der damaligen Planung des Bahnhofsareals wurden die Funktionsebenen bewusst getrennt; die ÖV- Erschliessung auf der Ebene des Oberen Bahnhofplatzes, eine neue Fussgängerzone auf der Ebene des Unteren Bahnhofplatzes und die Zufahrt für den Autoverkehr zu den darunterliegenden Parkgeschossen über die abgesenkte Oelrainstrasse. Die Umgestaltung des Bahnhofareals stellte ein erheblicher Umbau des Stadtgefüges dar.

Der letzte grössere Umbau des Bahnhofareals erfolgte Ende der 1990er Jahre mit der Aktivierung der Bahnhofwestseite, einer neuen Busrampe zur Busstation West, dem Ausbau der zentralen Personenunterführung, der Neugestaltung des Metro Shops und der Neuorganisation des Oberen Bahnhofplatzes. Dabei wurden der Obere Bahnhofplatz mit einem zentralen Lift und einer prominenten Aussentreppe mit der unteren Ebene verbunden.
Die ursprünglich gesamtheitliche Gestaltungsidee des Unteren Bahnhofplatzes aus den 1960er- Jahren ist mit der Zeit verloren gegangen. Die Gestaltung der Bodenfläche, die Sitzgelegenheiten, die Bepflanzungströge und die Beleuchtung wurden mit der Zeit ersetzt. Die Ausgestaltung der Platzkannte, der Brunnen und die Fahnenstangen sind erhalten geblieben.
Studienauftragsverfahren Neugestaltung Unterer Bahnhofplatz
Mit dem Studienauftragsverfahren soll aufgezeigt werden, wie mit einer stadträumlichen Klärung der Übergänge und der Aufwertung des Platzes dessen Identität als Ankunftsort und Repräsentationsraum an zentraler Lage in der Innenstadt und als Teil der Verbindungsachse zwischen Altstadt und Bäder gestärkt werden kann. Im Zusammenspiel mit dem Areal der Reformierten Kirchgemeinde sollen die jeweiligen Aufenthaltsqualitäten geschärft und verbessert werden.
Nutzungs- und Gestaltungskonzept öffentlicher Raum Innenstadt
2024 wurde das Nutzungs- und Gestaltungskonzept öffentlicher Raum Innenstadt erarbeitet. Das Konzept hat zur Aufgabe, die Platznutzungen zu differenzieren, das Gestaltungspotenzial der einzelnen Plätze aufzuzeigen und den neuen Brown-Boveri-Platz als Eventplatz in das Gesamtsystem einzubinden. Das Konzept liegt in einem Entwurfsstand vor. Nach der Verifizierung durch die Planungsverfahren Theaterplatz und Unterer Bahnhofplatz wird das Konzept fertiggestellt und als behördenverbindliches Instrument definitiv verabschiedet werden. Es wird dann als Grundlage für Bewilligungen zur Nutzung des öffentlichen Grundes dienen.
Kontakt
STADT BADEN
Stadtentwicklung
Monika Greber
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 94
monika.greber@baden.ch