Projekte
Museum Langmatt, Gesamtsanierung
Selektives Planerwahlverfahren für Generalplanerteams
Projektinformationen
| Bauherrschaft | Villa Langmatt AG, vertreten durch Stadt Baden, Bau |
| Jahr | 2021 |
Verfahren
Selektives Planerwahlverfahren für Generalplanerteams aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Haustechnik und Elektroplanung
Bewertungsgremium
- Lukas Breunig (Vorsitz), Stiftung Langmatt, Stiftungsratspräsident
- Benjamin Steiner, Stadtrat, Ressortchef Bau
- Reto Nussbaumer, Kantonaler Denkmalpfleger
- Jarl Olesen, Leiter Bau
- Alois Diethelm, Diethelm & Spillmann Architekten
- Ersatz: Emanuel Schoop, Stiftung Langmatt, Stiftungsratsmitglied
- Ersatz: Patrick Nöthiger, Leiter Kultur
Siegerteam
Ernst Niklaus Fausch Partner AG, Zürich
Termine
Fertigstellung 2026
Ausgangslage
Die Villa Langmatt an der Römerstrasse 30 wurde 1899-1901 auf einem Grundstück namens «lange Matte» vom Architekten Karl Moser für das Ehepaar Sidney und Jenny Brown-Sulzer, Mitbegründer der einstiegen Brown Boveri & Cie (BBC), erbaut.
Die letzte grössere Instandsetzung des Gebäudes erfolgte 1987-1990 als aus dem ehemaligen Wohnhaus ein öffentlich zugängliches Museum mit einer eigenen Sammlung wurde. Die Langmatt zählt zu den bedeutendsten Privatsammlungen des französischen Impressionismus in Europa. Wertvoll ist zudem die gesamte Anlage als einzigartiges Ensemble. Dieses Ensemble spiegelt die kunsthistorische Pionierleistung und die luxuriöse Lebensweise der Industriellenfamilie Brown und eröffnet vielfältige Bezüge zur Geschichte von Stadt, Region und Kanton.
Das Anwesen steht unter kantonalem Denkmalschutz. Zudem sind die Villa und die Museumssammlung im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (KGS) als A-Objekt verzeichnet
Aufgabe
Neben der Sanierung der Gebäudehülle und der Oberflächen in den Innenräumen, soll das Gebäude auf den heutigen Stand der Technik angehoben werden. Handlungsbedarf besteht nebst der allgemeinen Haustechnik bei der Klima-, Sicherheits- und Lichttechnik, dem Brandschutz, der Hindernisfreiheit.
Im Rahmen der Gesamtsanierung sind zudem folgende bauliche Massnahmen vorgesehen:
- Umsetzung Hindernisfreiheit; Einbau eines rollstuhlgängigen Lifts
- Neubau eines überdachten, einfachen Pavillons im Aussenraum im Bereich des ehemaligen Haus Germann
- Innere Umbauten Öknomiegebäude für neue Eingangssituation
- Optimierung Raumaufteilung
Damit die Eingangssituation grundlegend verbessert werden kann, sollen die betrieblichen Funktionen von Eingang/Kasse und Museumsshop im Ökonomiegebäude zentralisiert und damit räumlich von der bisherigen Eingangssituation in der Villa gelöst werden. Im Ökonomiegebäude werden auch die Garderoben und Schliessfächer für die Besucher/innen und WCs eingerichtet, die sowohl von innen als auch von aussen (während der Parköffnungszeiten) zur Verfügung stehen sollen.
Ein hohes betriebliches Bedürfnis der Langmatt besteht darin, für Vernissagen, für Veranstaltungen im Park, sowie für einen gedeckten Zugangsbereich als Schlechtwetterschutz ein entsprechendes Raumangebot bereitstellen zu können. Angedacht ist hierfür ein Neubau in Form eines leicht gehaltenen, unbeheizten und abschliessbaren Pavillons. Er soll aus betrieblich praktischer wie aus parkpflegerischer Sicht an der Stelle liegen, wo heute das Haus Germann steht, welches dafür abgebrochen wird. Der Pavillon kann über ein an das Ökonomiegebäude heranführendes Dach eine bei jedem Wetter funktionale Verbindung zur Villa Langmatt herstellen. Im abschliessbaren Bereich sind Strom- und Wasseranschlüsse für ein mobiles Gastronomieangebot vorzusehen. Für die Situierung des Pavillons dürfen die nördliche und westliche Fassadenflucht des bestehenden Hauses Germann nicht überschritten werden. Dem hohen denkmalpflegerischen Anspruch im Umgang mit der Gesamtanlage ist dabei Rechnung zu tragen.
Der Park spielt für die öffentliche Wirkung der Langmatt heute wie morgen eine grosse Rolle. Nebst der rahmenden Inszenierung für die Villa und Setting für grosse Veranstaltungen dient er vor allem als ruhiger Aufenthaltsort. Der Park wird einerseits vom Museumspublikum, andererseits von Besucherinnen und Besuchern, die während der Mittagspause auf einen Kaffee, für ein Badmintonspiel, ein Picknick, eine Yogastunde oder etwas Anderes hineinkommen. Diese niederschwellige Wirkung entspricht den strategischen Zielen der Langmatt was bedeutet, dass im Park keine Massnahmen baulicher (abgesehen vom Pavillon) oder infrastruktureller Art notwendig sind.
Teilnehmende 2. Phase
- EDELMANN KRELL Architekten, Zürich
- Liechti Graf Zumsteg Architekten AG, Brugg
- ARGE Castor Huser Architekten, Baden / BEM Architekten AG, Baden
- Ernst Niklaus Fausch Partner AG, Zürich
- Pfister Schiess Tropeano & Partner AG, Zürich
Kontakt
STADT BADEN
Bau
Julius Schulz
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 89
julius.schulz@baden.ch