Tiere im Wohn- und Stadtgebiet

Beim Bauen und Sanieren von Gebäuden können Wildtiere geschützt und gefördert werden: www.bauen-tiere.ch.

Diese Seite enthält weiterführende Informationen zu:

Blässhuhn mit Jungen am Dättwiler Weiher, Stadt Baden


Amphibien

Die Stadt Baden fördert seit etwa 20 Jahren Amphibien. An verschiedenen Orten legte sie neue Weiher an. An der Mellingerstrasse und der Dättwilerstrasse wurden Leitwerke für Amphibien gebaut. Die Tiere unterqueren diese Strassen heute und erreichen sicher ihre Laichgewässer. In Baden werden 2015 (im Gebiet Müseren) bis 2017 (in weiteren Gebieten) Aufwertungsmassnahmen für Amphibien erfolgen. Diese basieren auf dem Richtplan Natur und Landschaft (2012) sowie dem Amphibieninventar (2011).

Das Amphibien-Inventar von 2011 wies folgende Arten nach:

  • Grasfrosch
  • Erdkröte
  • Bergmolch
  • Gelbbauchunke
  • Fadenmolch
  • Feuersalamander

Infotafel_Amphibien_Daettwilerstrasse [pdf, 2.10 MB]

Richtplan Natur und Landschaft [pdf, 2.24 MB]
Amphibieninventar Baden 2011 [pdf, 1.67 MB]
Amphibien- und Reptilienschutz Schweiz:  www.karch.ch/


Fledermäuse

 In der Schweiz kommen 30 Arten vor, 9 davon auch in Baden:

  • Grosses Mausohr
  • Braunes Langohr
  • Kleine Bartfledermaus
  • Grosser Abendsegler
  • Rauhautfledermaus
  • Wasserfledermaus
  • Weissrandfledermaus
  • Zweifarbenfledermaus
  • Zwergfledermaus

Im Kappelerhof besteht ein bedeutendes Winterschlafquartier des Grossen Abendseglers. Im Fledermauskasten auf dem Dach eines Hochhauses drängen sich jeden Winter 200 bis 300 Tiere.

Fledermaus-Schutz Schweiz: www.fledermausschutz.ch


Füchse

Als Allesfresser finden Füchse in der Stadt Futter im Überfluss. Sie haben sich an das Leben im Siedlungsraum hervorragend angepasst.

Probleme mit Füchsen vermeiden:

  • Füchse nicht füttern
  • Komposthaufen abdecken
  • Kehrichtsäcke nicht über Nacht draussen lassen

Fuchsratgeber: www.fuchsratgeber.ch
Merkblatt zur Vermeidung von Schäden durch Füchse [pdf, 87.24 KB]


Igel

Igel fühlen sich auch in der Stadt wohl. Sie ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern und Insekten.

Ein igelfreundlicher Garten...

  • ist vielfältig begrünt mit dichten Hecken, Stauden, Blumenbeeten, Wildpflanzen
  • hat Laub- und Asthaufen und bietet viele Verstecke
  • ist giftfrei gepflegt
  • hat keine Hindernisse wie Stufen, Mauern und Gitter

weitere Infos zum Schutz von Igeln:  www.izz.ch


Vögel

Seit 2003 erhebt die Stadt Baden alle 2 Jahre den sogenannten Brutvogel-Index. Damit kann die Entwicklung der Artenvielfalt langfristig dokumentiert werden. Die Anzahl der in Baden brütenden Vogelarten schwankte zwischen 51 und 58 Arten. Das ist mit anderen Schweizer Städten vergleichbar.

nützliche Links:
www.vogelwarte.ch
www.birdlife.ch/

Alpen- und Mauersegler

Der Siedlungsraum in der Stadt Baden wurde im Jahr 2000 systematisch nach Seglernistplätzen abgesucht. Bei 132 Gebäuden wurden Nistplätze von Mauerseglern inventarisiert. In 14 Gebäuden wurden Alpenseglernistplätze gefunden. Mit rund 200 ausgewachsenen Alpenseglern besitzt die Stadt Baden eine der grössten Kolonien der Region.

Segler sind in der Schweiz gesetzlich geschützt. Hauptproblem ist der Verlust von Nistplätzen bei Gebäudesanierungen. In der Stadt Baden müssen Seglernistplätze bei Bauprojekten geschützt oder ersetzt werden.

Eine Broschüre gibt interessante und praktische Informationen zum Seglerschutz. Online bestellen

Tauben

Tauben gehören zu jeder Altstadt - und sie polarisieren: den einen sind sie eine lästige Plage, die anderen füttern sie regelmässig.

In Baden zeigen die jahrelangen Bemühungen zur Reduktion des Taubenbestands Wirkung. Der Bestand konnte auf eine vernünftige Grösse reduziert werden. Schäden an Gebäuden durch Taubenkot wurden verringert. Die Gesundheit der verbleibenden Tauben hat sich verbessert.

Das Füttern von Tauben ist gut gemeint, aber falsch verstandene Tierliebe.

Je mehr Futter vorhanden ist, umso mehr Tauben gibt es. Und je grösser der Taubenbestand, umso einfacher können sich Parasiten und Krankheitserreger verbreiten, und der Gesundheitszustand der Tauben verschlechtert sich. Aus Sicht des Tierschutzes gilt also: Bitte nicht füttern!

Taubenkot an Gebäuden ist nicht nur unschön, sondern kann auch zu Fassadenschäden führen. Die Verschmutzungen können auch eine gesundheitliches Risiko für die Hausbewohner darstellen, wenn sie sich über den Kot mit Viren, Salmonellen und anderen Bakterien anstecken.

Geeignete Massnahmen zur Taubenabwehr an Gebäuden finden Sie im Merkblatt: Merkblatt Taubenabwehr [pdf, 62.60 KB]

Merkblatt des Schweizer Tierschutzes:  Merkblatt STS  [pdf, 37.36 KB]


Bienen, Wespen, Hornissen

Ein Zusammentreffen mit diesen nützlichen Insekten löst oft Unsicherheit aus. Angst ist aber in vielen Fällen nicht angebracht. Wespen ernähren ihre Larven mit Insekten, vor allem Fliegen, und sind daher Nützlinge. Ob ein Nest am Gebäude wirklich entfernt werden muss, ist daher gut abzuwägen. Wespen, Bienen und Hornissen sind nur am Nest aggressiv, oder wenn man sie drückt. Mit Verständnis und vernünftigem Verhalten ist ein Zusammenleben oft möglich.

Haben sich in Ihrer Umgebung Bienen, Wespen, Hummeln oder Hornissen eingenistet?

  • Bienen: Bienenschwärme sollen von Fachleuten eingefangen werden. Mitglieder des Verbandes Aargauischer Bienenzüchter stehen Ihnen dafür zur Verfügung: www.bienen-ag.ch
     
  • Wespen, Hummeln und Hornissen: Sofortiges Handeln ist meistens nicht nötig. Falls Sie das Nest trotzdem entfernen möchten, können Sie sich an den Werkhof der Stadt Baden wenden.

Haben Sie in Baden eine aussergewöhnliche Tierbeobachtung gemacht? - Wir freuen uns auf Ihre Meldung!