Neobiota
Neobiota sind eingeführte, ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets vorkommende Arten. Ein Grossteil dieser Pflanzen und Tiere können sich in der Schweiz nicht vermehren und gefährden weder Mensch noch Umwelt. Einzelne Arten können sich aber in fremden Ökosystemen etablieren und stark vermehren. Mögliche Folgen davon sind:
- Gefährdung der menschlichen Gesundheit
- Gefährdung der Biodiversität und sensibler Naturräume, Verdrängung einheimischer Arten
- Ökonomische Schäden in der Land- und Forstwirtschaft
- Schäden an Infrastruktur (z.B. Hangstabilität, Mauerschäden etc.)
Ist das der Fall, spricht man von invasiven Neophyten. Um die Schäden zu minimieren oder zu verhindern, muss die Ausbreitung der invasiven Arten reguliert werden.
Neobiota-Aktionsplan
Das Ziel des Neobiota-Aktionsplans ist ein effizientes und koordiniertes Management von invasiven Neophyten und Neozoen in der Stadt Baden, damit die oben beschriebenen Beeinträchtigungen minimiert werden können. Der Umgang mit invasiver Neobiota ist äusserst zeit- und ressourcenaufwändig, daher ist ein organisiertes und differenziertes Vorgehen mit allen Parteien (Werkhof, Stadtforstamt, Infrastruktur, Klima und Umwelt, Kanton, angrenzenden Gemeinden, Privatpersonen) nötig. Der Neobiota-Aktionsplan zeigt ausserdem auf, welche Flächen von Neobiota freigehalten werden, wo Prioritäten gesetzt werden müssen und welche Neobiota zielführend bekämpft werden können. Ausserdem zeigt der Aktionsplan Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und anderen Akteuren auf.
Neobiota-Aktionsplan_Stadt-Baden_2024.pdf [pdf, 8.9 MB]
Neophyten Eintausch-Aktion
Die Stadt Baden führt auch dieses Jahr eine Neophyten-Eintauschaktion durch. Bei der Aktion können Sie Neophyten, die Sie in Ihrem Garten bekämpfen, gegen einheimische Pflanzen eintauschen. Für die Bekämpfung von folgenden Arten bekommen Sie eine einheimische Alternative:
- Sommerflieder
- Essigbaum
- Götterbaum
- Robinie
- Seidiger Hornstrauch
- Asiatische Geissblätter
- Blauglockenbaum
- Henrys Geissblatt
- Japanisches Geissblatt
Eingabe bis spätestens 31. August 2026.
So funktioniert es:
- Machen Sie ein Foto vor und nach der Entfernung des Neophyten
- Entsorgen Sie die Neophyten fachgerecht mit dem Kehricht oder mit den von uns bereitgestellten Neophytensäcken
- Schreiben Sie uns eine E-Mail an klimaumwelt@baden.ch mit folgenden Informationen:
- Adresse
- Angabe zu Art, Anzahl der Quadratmeter an entfernten Neophyten
- Fotos vor und nach der Bekämpfung
- Wir nehmen im Anschluss Kontakt mit Ihnen auf, um die gewünschte Strauchart und Anzahl zu besprechen.
- Die Pflanzen werden voraussichtlich im Herbst 2025 bereitgestellt, das genaue Datum und der Abholort wird noch mitgeteilt.
Finanzielle Beteiligung an Kirschlorbeer-Bekämpfungen
Sie haben Kirschlorbeer im Garten und wollen sie entfernen? Wir unterstützen Sie finanziell bei der Bekämpfung. Schreiben Sie uns an klimaumwelt@baden.ch.
Der Betrag wird je nach Grösse und Anzahl der Kirschlorbeersträucher angepasst.
Asiatische Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie hat sich mittlerweile in weiten Teilen der Welt im tropischen bis warmgemässigten Klima ausgebreitet und ist auch in verschiedenen Regionen in der Schweiz anzutreffen.
Erkennungsmerkmale der Asiatischen Tigermücke sind:
1. Grösse: 0.5-1cm
2. Weisser Streifen entlang des Rückens
3. Letztes Glied an den Hinterbeinen weiss
Die Tigermücke unterscheidet sich von der gewöhnlichen Stechmücke durch ihr aggressives Stechverhalten. Sie sticht tagsüber und mehrmals hintereinander. Die Asiatische Tigermücke ist ausserdem eine potenzielle Überträgerin von Tropenkrankheiten (wie Dengue-, Chikungunya-, Zika-Viren). Ihr Auftreten wird deshalb überwacht.
Danke für Ihre Meldung mit Foto oder Video auf: Schweizerisches Mückennetzwerk
Wie können Sie helfen?
- Generell Wasseransammlungen vermeiden
- Auf Pflanzenuntersetzer verzichten oder sie wöchentlich entleeren
- Leere Behälter (Giesskannen, Eimer usw.) umdrehen oder unter einem Dach lagern
- Fässer (z.B. Regenwasserbehälter) gut abdichten
- Kinderbadebecken, Vogelbäder sowie Tränkebecken für Tiere wöchentlich leeren
- Regenrinnen von Verstopfungen befreien
- Löcher in Mauern und Boden mit Sand auffüllen
Weitere Informationen finden Sie auf www.ag.ch/tigermücke
Asiatische Hornisse
Asiatische Hornissen sind invasive Neozoen, die ursprünglich aus dem indochinesischen Raum stammen. Im Jahr 2017 wurden die ersten Individuen in der Schweiz gesichtet, seit 2022 auch im Kanton Aargau. Asiatische Hornissen gefährden die heimische Biodiversität, insbesondere Wildbienen und Honigbienen.
Erkennungsmerkmale der Asiatischen Hornisse sind:
1. Grösse: 17-31 mm
2. Schwarze Grundfärbung
3. Gelbe Beinenden
4. Hinterleib schwarz mit einer breiten orangen Binde am Ende
Danke für Ihre Meldung mit Foto oder Video auf: www.asiatischehornisse.ch
Weitere Informationen finden Sie auf: www.ag.ch/hornisse