Umgebungsgestaltung

Vorgaben

Gemäss § 79 Abs. 1 BNO sind Aussenräume so zu erhalten und zu gestalten, dass angemessene Grünflächen von ökologischer Qualität entstehen. Dazu sind insbesondere einheimische standortgerechte Pflanzenarten zu wählen. Das Merkblatt «Umgebungsplan bei Baueingaben» hilft bei der Umsetzung dieser Anforderungen.

Naturnahe Gartengestaltung, Foto Merkblatt Umgebungsplan, Stadt Baden


Weshalb sind naturnahe Flächen wichtig?

Rasenflächen, die wöchentlich gemäht werden, Bäume und viele exotische Gehölze prägen auch in Baden das Siedlungsbild. Das sauber aussehende, gepflegte Grün zwischen den Häusern bietet unserer heimischen Tierwelt aber keine Lebensgrundlage. Dazu braucht es naturnahe Flächen mit heimischen Pflanzenarten. Denn Tiere und Pflanzen haben sich unter den spezifischen Bedingungen einer Region (Bodenbeschaffenheit, Klima, etc.) in jahrtausendelanger gemeinsamer Entwicklung aufeinander eingespielt. Sie bilden ein enges, vielfältig verschlungenes Netz von Beziehungen und Abhängigkeiten. Die Vernetzung von Lebensräumen spielt bei der naturnahen Umgebungsgestaltung eine wichtige Rolle. Genauso wie wir uns auf Strassen, Wegen oder Schienen bewegen, brauchen Wildtiere in der Siedlung Verbindungswege, um sicher von der Futterstelle zu einem geeigneten Nistplatz, einem Partner oder einem Winterquartier zu gelangen. Dabei nutzen sie naturnahe Flächen wie artenreiche Wiesen oder Hecken mit heimischen Sträuchern. Untersuchungen belegen, dass sich naturnah gestaltete Gärten und öffentliche Anlagen positiv auf die Artenvielfalt auswirken. Und auch der Mensch profitiert von naturnah gestalteten, vielfältigen Umgebungen: Vor der Haustüre kann «Natur pur» erlebt werden. Zudem ist die Pflege dieser Flächen oft weniger zeitaufwändig und damit kostengünstiger.

Beispiele für das Zusammenspiel [pdf, 80.15 KB]