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Monitoringbericht Energiekonzept

Stand der Umsetzung per Ende 2023

Download Zwischenbericht 2023 [pdf]

Dieser Bericht prüft den Stand der Umsetzung und Zielerreichung des Energiekonzepts 2022 – 2031. Die Stadt Baden hat sich verpflichtet bis 2031 60 % weniger CO2 ausstossen als noch 2013. Bis 2026 müssen es 40 % weniger sein. Dies ist notwendig, damit bis spätestens 2050 (für die Verwaltung bereits 2040) kein CO2 mehr ausgestossen wird. Per Ende 2023 lag der CO2-Ausstoss bei 4.52 t CO2 pro Person und Jahr, dies entspricht einer Reduktion um 33.7 %.

Erfreulicherweise lagen die CO2-Emissionen im Jahr 2023 sogar unten jenen während der Pandemiejahre mit eingeschränkter Mobilität. Mit dieser Entwicklung liegt die Stadt Baden auf Kurs, um die Ziele 2026/2031 zu erreichen. Dazu müssen die Anstrengungen konstant hoch bleiben, ansonsten wird die Umstellung nicht genügen schnell sein

  SOLL 2023 IST 2023 Ziel 2026 Ziel 2031
Treibhausgase -30.8 % -33.7 % -40 % -60 %
Primärenergie -23.1 % -37.7 % - 30% -43 %

Bei der Primärenergie hat sich die Stadt Baden verpflichtet bis 2031 43 % weniger zu verbrauchen als 2013. Bis 2026 müssen es mindestens 30 % weniger sein. Bis 2050 sollen - 65 % bzw. 2000 Watt pro Person und Jahr erreicht werden. Per Ende 2023 lag der Primärenergieverbrauch bereits bei 3534 Watt pro Person und Jahr. Dies entspricht einer Reduktion von 37.7 % und liegt bereits deutlich unter dem Zielwert per 2026.

Da die Grösse «Primärenergieverbrauch» etwas schwierig verständlich ist, wird zukünftig der Anteil an erneuerbaren Energien vorgegeben. Dies ist besser verständlich und fast das Gleiche. Über alle Bereiche (Wärme, Strom, Mobilität) waren es 44 % an erneuerbarer Energie im Jahr 2023. Bei der Wärme allein waren es 32 %. Dieser Anteil ist tiefer, weil der fast vollständig erneuerbare Strom bei der Wärme nicht ins Gewicht fällt.

Zum Ziel führt nur der konsequente und rasche Umstieg auf erneuerbare Energien:

  • Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Lösungen ersetzen
  • Dächer und Infrastrukturen, wo immer wirtschaftlich sinnvoll, für die Stromproduktion durch Photovoltaik nutzen
  • Den nicht vermeidbaren motorisierten Individualverkehr auf Elektromobilität umstellen; noch besser ist in jedem Fall das Velo oder zu Fuss.

In der ersten Jahreshälfte 2024 wurden neue gesetzliche Grundlagen geschaffen. Das CO2-Gesetz ab 2025 führt vor allem bestehende Instrumente weiter und beinhaltet keine wesentlichen neuen Instrumente. Ein Lichtblick sind die zusätzlichen Fördermittel für den Ersatz von Elektroheizungen. Das neue Energiegesetz des Kantons Aargau wird nach sehr langer Erarbeitungszeit ebenfalls ab 1.1.2025 in Kraft gesetzt. Beim Heizungsersatz sind zwar 10 % erneuerbare Energie vorgeschrieben, aber in vielen Fällen sind Gas und teilweise auch Ölheizungen noch möglich. Und das wird auch in Baden noch gemacht. Bei den in 2023 ersetzten Heizungen wurde bei fast einem Viertel wiederum eine Öl- oder Gasheizung eingesetzt (evtl. teilweise nur Brennerersatz).

Das am 9. Juni 2024 beschlossene Gesetz für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien schafft zumindest im Bereich der Produktion und der Nutzung von Strom gute Rahmenbedingungen für die gewünschte Entwicklung. Bei der Wärmeversorgung sind die Grundlagen gesamthaft aber unzureichend für die konsequente Umsetzung in Baden.

Deshalb sind wir noch immer darauf angewiesen den eignen kommunalen Spielraum stärker auszunutzen. Die entsprechenden Lösungen wurden mit der revidierten Nutzungsplanung bereits erarbeitet. Im Zentrum stehen die Pflichten für den Einsatz von erneuerbaren Energien beim Heizungsersatz und für den Einsatz von Photovoltaikanlagen bei Dachsanierungen, sowie die Bereitstellung von Infrastruktur für die Elektromobilität. Auch der Emission von Treibhausgasen bei der Erstellung von Gebäuden wird mit einem Grenzwert Rechnung getragen. Wichtig ist eine möglichst baldige Inkraftsetzung der revidierten Nutzungsplanung.

In der Zwischenzeit soll die Stadtverwaltung ihre Vorbildrolle wahrnehmen und die zukünftigen Vorgaben bereits vorleben. Die Verwaltung wird bereits ab 2030 überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden und bereits per 2040 das Netto Null Ziel erreichen.

Kontakt

STADT BADEN, Klima und Umwelt
Christian Vogler
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 92
christian.vogler@baden.ch

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