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«Baden ist …ohne Werbung?»: Pilotprojekt zur Sensibilisierung von Werbung im öffentlichen Raum
Vom 3. bis 23. November 2025 zeigt die Stadt Baden auf verschiedenen Plakatflächen rund um den Bahnhof keine Werbung, sondern präsentiert ein Schaufenster auf die Stadt. Anstatt zu zusätzlichem Konsum aufzurufen, werden die Flächen während drei Wochen symbolisch der Bevölkerung und Besuchenden zurückgegeben. Dieser Pilotversuch veranschaulicht, wie die Stadt sich mit weniger Werbung anfühlen könnte.
Das Pilotprojekt baut auf Erfahrungen in anderen Städten auf, die positive Auswirkungen von werbefreien Flächen zeigen. Ziel ist es, die Stadt ins Zentrum rücken und gleichzeitig keine Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Passantinnen und Passanten können für einen kurzen Moment geniessen, dass ihnen nichts verkauft werden soll. Hingegen sind sie eingeladen, ihre Meinung zum Pilotprojekt in einer kurzen Umfrage zu äussern.
Konsum führt zu CO2-Emissionen
Werbung ist ein Kennzeichen «moderner» Städte. Stadtamman Markus Schneider sagt dazu: «Sie prägt das Stadtbild, macht aufmerksam und kann Freude auslösen. Aber sie kann auch Konsumdruck verstärken und öffentlichen Raum vereinnahmen».
Die Stadt Baden hat sich zum Ziel gesetzt, ihre energiebedingten Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu senken. Konsum ist eine wesentliche Quelle von CO2-Emissionen. Jeden Tag essen, fahren, kaufen, heizen und konsumieren wir. Konsequenter Klimaschutz in Baden bedeutet also, sich auch mit dem Konsum von Produkten, Gütern und Dienstleistungen - und somit der Werbung dafür – auseinanderzusetzen.
Hier setzt das Pilotprojekt «Baden ist… ohne Werbung?» an und wirft Fragen auf: Wie könnte Baden aussehen, wenn der öffentliche Raum weniger von Werbung geprägt wäre? Wie fühlt es sich für die Bevölkerung an, eine Pause vom Konsumdruck zu bekommen?
Über die Rolle der Werbung nachdenken
Die Kampagne «Baden ist... ohne Werbung?» möchte dazu anregen, über die Rolle von Werbung in Zeiten des Klimawandels nachzudenken. Mit dem Pilotprojekt sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, welche Wirkung werbefreie Flächen im öffentlichen Raum haben und wie sie im Zusammenhang mit Konsumdruck gesehen werden. Dies kann Impulse für nachhaltigen Konsum setzen.
Umfrage
Damit Baden das Netto-Null-Ziel erreichen kann, braucht es die Mithilfe von uns allen. Es ist deshalb notwendig, gemeinsam über Konsum und Werbung nachzudenken. Das Pilotprojekt wird evaluiert – dazu gehören Umfragen und Interviews mit Passantinnen und Passanten, die während der drei Wochen geführt werden. Die Bevölkerung ist ebenso eingeladen sich zu äussern.
https://ww3.unipark.de/uc/BadenistohneWerbung/
Das Pilotprojekt ist eine Zusammenarbeit der Stadt Baden, Energiestadt und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Weitere Informationen unter www.baden.ch/werbefrei