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Die Limmat beginnt hier

Die Stadt Baden setzt ein Zeichen für den Gewässerschutz: Ab sofort weisen gravierte Strassennägel auf Schlossbergplatz und Brown-Boveri-Platz darauf hin, dass Abfall aus Strasseneinlaufschächten in die Limmat gelangen kann.

Als erste Gemeinde in der Deutschschweiz installiert die Stadt Baden sogenannte Strassennägel direkt neben Strasseneinlaufschächten. Auf dem Schlossbergplatz und dem Brown-Boveri-Platz tragen sie die Gravur: «Die Limmat beginnt hier – nichts in den Abfluss werfen». Die Botschaft ist klar: Abfälle wie Zigarettenstummel, Kaugummis und Verpackungen, die im Strassenschacht landen, könnten bei Starkregen in unsere Gewässer gelangen und dort langfristig Schadstoffe und Mikroplastik freisetzen.

Mit der Aktion will die Stadt Baden das Bewusstsein für den Gewässerschutz stärken und die Bevölkerung zum Umdenken anregen. «Viele Menschen wissen nicht, dass Regenwasser bei Starkregen nicht nur in die Kläranlage, sondern direkt in Flüsse und Seen gelangen kann», erklärt Sabine Kleppek, Co-Leiterin Stadtentwicklung und Umwelt. «Die Strassennägel machen diese unsichtbare Verbindung sichtbar.»

Ein Design mit Wirkung
Das Projekt stammt vom Westschweizer Unternehmen Ecosignum und ist in der Romandie bereits in über 25 Gemeinden erfolgreich im Einsatz. Unter anderem in Lausanne, Neuchâtel und Nyon. Die Strassennägel überzeugen durch ihr elegantes, spielerisches Design und vermitteln ihre Botschaft auf unaufdringliche, aber eindrückliche Weise.

Wasser schützen beginnt auf der Strasse
Strasseneinlaufschächte dienen ausschliesslich der Ableitung von Niederschlagswasser und führen dieses, bei Starkregen, teilweise in natürliche Gewässer. Was durch die Gitter fällt, landet somit in der Umwelt. Die gravierten Strassennägel machen auf diese Tatsache aufmerksam und leisten damit in Baden einen Beitrag zum Schutz der Limmat und Reuss.

Im Oktober folgen weitere Strassennägel auf dem Schulhausweg in Rütihof mit der Gravur: «Die Reuss beginnt hier – nichts in den Abfluss werfen». Weitere Standorte sind für 2026 geplant.

 

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