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Kantonsspital Baden erweitert Therapieoptionen für erektile Dysfunktion

Baden AG - Am Kantonsspital Baden werden neu auch Schwellkörperimplantate eingesetzt. Das Spital will die Therapieoptionen für erektile Dysfunktion erweitern und das Thema aus der Tabuzone holen. Die Kosten für die Behandlung werden seit Kurzem von den Krankenkassen übernommen.

(CONNECT) Das Kantonsspital Baden (KSB) baut sein Angebot an Therapieoptionen für erektile Dysfunktion aus. Vor einigen Wochen hat PD Dr. Lukas Hefermehl, Chefarzt Urologie am KSB, die erste Schwellkörperimplantation am KSB durchgeführt, informiert das Spital in einer Mitteilung. „Hierzulande wurden diese Implantate bisher wenig eingesetzt, weil die Krankenkassen sie nicht bezahlt haben“, wird Hefermehl dort zitiert. „Mittlerweile werden die Kosten für die Schwellkörperimplantate jedoch übernommen. Das eröffnet vielen Patienten neue Möglichkeiten.“

Eine Schwellkörperimplantation bietet einen Ausweg in Fällen, bei denen sich die erektile Dysfunktion nicht mit Medikamenten oder Autoinjektionen in den Schwellkörper heilen lässt. Bei der Operation werden zwei Schwellkörper in den Penis, ein Wasserreservoir in den Unterbauch und eine kleine Pumpe in den Hodensack eingesetzt. Bei Betätigung leitet die Pumpe das Wasser aus dem Reservoir in die Schwellkörper, die Erektion kann so lange wie gewünscht aufrecht erhalten werden. Anschliessend wird das Wasser wieder ins Reservoir zurückgepumpt. „Es ist ein geschlossener Kreislauf“, erklärt Hefermehl. „Man sieht von aussen nichts.“

Hefermehl will die erfolgreiche Schwellkörperimplantation auch dazu nutzen, das Thema aus der Tabuzone zu holen und die Behandlungsmöglichkeit breiter bekannt zu machen. „Sexualität und Erektionsstörungen sind nach wie vor mit viel Scham behaftet“, meint der Chefarzt Urologie. „Ich wünsche mir, dass mehr Patienten, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Zuweisende wissen, dass es diese Behandlungsmöglichkeit gibt – gerade dann, wenn andere Therapien ausgeschöpft sind.“ ce/hs

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