Projekte

Neugestaltung Schlossbergplatz

Im Rahmen eines Wettbewerbs 2002/2003 wurden Gestaltungsvorschläge gesucht. Die Umsetzung erfolgte 2008.

Projektinformationen

Bauherrschaft STADT BADEN, Planung und Bau
Planerteam

Schoop Architekten AG Baden, Architektur
Appert Zwahlen Partner AG,  Landschaftsarchitekten BSLA, Cham
mosersidler AG, für Lichtplanung, Zürich

Ingenieur Heyer Kaufmann Partner, Bauingenieure AG, Zürich
Bauleitung Gianesi und Hofmann AG, Zumikon
Kunst am Bau Seraina Feuerstein, Zürich
Mayo Bucher, Zürich
Baukredit CHF 8,123 Mio.
Termine

2002/2003: Wettbewerb
Okt. 2006: Projektierungskredit
Okt 2007: Baukredit
Nov. 2007: Volksabstimmung
Dez. 2007: Baubewilligung
Feb. 2008: Spatenstich / Baubeginn
Juni 2009: Fertigstellung / Einweihung

Projektentwicklung und Projektbeschrieb

Am 4. September 2001 bewilligte der Einwohnerrat einen Wettbewerbs- und Projektierungskredit für die Neugestaltung der Weiten Gasse, der Rathausgasse und des Schlossbergplatzes von CHF 250,000.00. Ziel dieses Wettbewerbs war, Gestaltungsvorschläge für die Obere Altstadt und für den Schlossbergplatz zu erhalten, die die Attraktivität der Oberen Altstadt als Lebens-, Einkaufs- und Erholungsraum steigern.
Als Siegerteam des Wettbewerbs gehen Mosersidler AG für Lichtplanung, Zürich, unter Mitarbeit von Eppler, Maraini, Schoop, Architekte, Baden sowie Appert + Zwahlen, Landschaftsarchitekten, Zug, hervor.
Am 19. Oktober 2006 bewilligt der Einwohnerrat einen Kredit für die Projektierung des Schlossbergplatzes von CHF 400,000 (Platzgestaltung, Neubauten: Schlossbergplatz 4, Stadtturmstrasse 1).
Am 16. Oktober 2007 bewilligt der Einwohnerrat einen Baukredit von CHF 8,123,000.00 für die Neugestaltung des Schlossbergplatzs und der Schlossbergpassage (Blinddarm).
Am 25. November 2007 stimmte das Volk der Neugestaltung Schlossbergplatz zu.
Der Einwohnerrat bewilligte an der Sitzung vom 11. Dezember 2007 für die Fassadensanierung des Stadtturmes einen Baukredit von CHF 1,200,000.00. Die Bauarbeiten fanden gleichzeitig mit dem Schlossbergplatzprojekt statt.
Die Bauarbeiten Schlossbergplatz mussten mit den gleichzeitig, umfangreichen Bauarbeiten Gstühl und City Corner koordiniert werden.
Gleichzeitig wurde der Vorplatz Bereich Moser / Schmid umgestaltet.

Das Bauvorhaben "Neugestaltung Schlossbergplatz und Blinddarm" ist das Herzstück der Neugestaltungsprojekte in der Oberen Altstadt, ein wichtiger und notwendiger Baustein zur Aufwertung des städtebaulich sehr unbefriedigenden Schlossbergplatzes als Schnittstelle zwischen Altstadt und Neustadt und nicht zuletzt das Schlüsselprojekt zu einer zusammenhängenden Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.
Die Attraktivität der gesamten Innenstadt als Wohn-, Einkaufs- und Erholungsraum wurde gesteigert.
Durch eine Aufwertung der Blinddarm–Unterführung wurde die Anbindung des sich dynamisch entwickelnden Gebiets Gstühl–Martinsberg an die Innenstadt verbessert.
Anstelle der notwendigen Erneuerungs- und Reparaturarbeiten wurden Schlossbergplatz und Blinddarm umfassend umgestaltet.
Ein zusammenhängendes Erschliessungs- und Verkehrsberuhigungskonzept in der Innenstadt mit einem verkehrsarmen Schlossbergplatz wurde umgesetzt.

Bauprojekt

Das Bauprojekt wurde in vier Teilprojekte unterteilt:
Teilprojekt 1: Verlegung Werkleitungen (Regionalwerke, Swisscom, Cablecom)
Sämtliche Werkleitungen wurden erneuert und mussten zum Teil wegen der geplanten Neubauten verlegt werden. Zusätzlich sind die Werkleitungen aus der Rathausgasse/Weiten Gasse durch den Stadtturm Richtung Bahnhofstrasse/Theaterplatz ersetzen worden. Im Bereich der Ladeneinbauten im Blinddarm musste eine grosse Wasserleitung umgelegt werden.
Die Kosten für diese umfangreichen Verlegungsarbeiten tragen entsprechend den rechtlichen Gegebenheiten die beteiligten Werke.

Teilprojekt 2: Umstrukturierung Schlossbergplatz (Rückbau Soda, UG-Erweiterung Liegenschaft Schlossberg)
Der Schlossbergplatz wurde vergrössert und durch ein neues Sockelgeschosses (Liegenschaft Schlossberg) aufgewertet. Das unterirdisch versteckte Restaurant "Soda" wurde abgebrochen.
Eine grosszügige, leicht abgesenkte Ebene spannt sich stufenlos zwischen Stadtturm und Haus zum Schlossberg ("Diversicum"). Mit dieser Massnahme und einer umfassenden Neugestaltung wurde der tunnelartig wirkende "Blinddarm" ins Stadtgefüge integriert.

Das ehemalige Untergeschoss des Hauses zum Schlossberg wurde direkt vom Platzniveau aus zugänglich. Das frühere Untergeschoss wurde so zu einem neuen Erdgeschoss und damit zu attraktiver Ladenfläche.
Der private Investor trägt einen Teil der Kosten für die Hochbauten und die ganzen Kosten für den Innenausbau im Bereich Bahnhofstrasse und Erweiterung des ehemaligen Untergeschosses der Liegenschaft Schlossberg.

Teilprojekt 3: Aufwertung Blinddarm (Gesamtrenovation und Ladeneinbauten)  
Die SBB-Unterführung war ein unattraktiver und dunkler Unterführungstunnel. Durch das Gstühl, Kunstgüetli und Südhaus sowie auf der anderen Seite der Bruggerstrasse im Kriesi-Areal und im Martinsbergquartier erhielt diese Stadtverbindung eine noch stärkere Bedeutung. Mit den Ladeneinbauten konnte die Verbindung stark aufgewertet werden. Schalldämmende Massnahmen und eine ansprechende Beleuchtung trugen weiter zur Qualitätssteigerung bei.

Teilprojekt 4: Neugestaltung Schlossbergplatz (Oberflächengestaltung, Freiraum)
Der Schlossbergplatz wurde als Begegnungszone mit Mischverkehr ausgebildet. Es wurden urbane Qualitäten wie Fussgängerfreundlichkeit, Übersichtlichkeit, Nutzungsmöglichkeiten für Märkte und Feste geschaffen. Der Fussgänger bekam Vortritt, die Gehwege entfielen, und es entstand eine grosszügige neue Platzfläche. Der Platz wurde mit Sitzgelegenheiten und einzelnen Bäumen möbliert. Der Brunnen bei der Bushaltestelle wurde entfernt, ein neuer auf dem Platz angeordnet.
Der Platz bietet vielfältige Möglichkeiten für die Aussenbestuhlung der umliegenden Cafés und Restaurants. Beim Stadtturm wurden die verschiedenen Werke ihre Leitungen und die Stadt sämtliche Beläge erneuern.

Kunst am Bau
Im Rahmen des Kunstprozents steht ein Beitrag von CHF 110,500 zur Verfügung. Der Künstler wurde bereits im Wettbewerbsverfahren Obere Altstadt bestimmt. Es entstand eine künstlerische Arbeit mittels Interferenz – Farbgestaltung an der Wand gegenüber den Läden in der Schlossbergpassage.

Neuer Brunnen Schlossbergplatz
Figur von Eduard Spörri: „Sitzende“, 1963
Aus Bronze,Höhe der Figur ca. 80 cm
Geschenk der Familie H. Müller

 Kontakt

STADT BADEN
Planung und Bau
René Zolliker
Rathausgasse 5, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 82 79
rene.zollikerNULL@baden.ch

zurück