Energiekonzept

Konkret und zielgerichtet:
das Energiekonzept 2017–2026

Der Einwohnerrat hat die Ziele und Leitlinien sowie den Energierichtplan des Energiekonzepts 2017-2026 am 28. März 2017 genehmigt. Das Energiekonzept besteht aus drei Teilen: einem Leitbild, einem Energierichtplan und einem Grundlagenbericht. Es legt den konsolidierten Handlungsrahmen bis 2026 fest und zeigt auf, wie aus heutiger Sicht die angestrebten Ziele erreicht werden könnten.

Lesen Sie, wo sich Baden heute "energetisch" befindet und wie die Zukunft aussehen soll:
631.100 Energiekonzept [pdf, 1.49 MB]

Drei Fragen, drei Antworten

Weshalb braucht es ein Energiekonzept?

  • Anlagen im Energiebereich haben generell lange Nutzungsperioden und lösen hohe Investitionen aus. Eine Heizung beispielsweise wird nicht alle fünf Jahre ersetzt. Entscheide müssen daher mit Blick in die Zukunft gefällt werden. Dazu braucht es eine konkrete Vorstellung der Zukunft um zielgerichtete Entscheide fällen zu können.
  • Für den Bau neuer Energieinfrastrukturanlagen, an denen viele Akteure beteiligt sind (z.B. ein Wärmenetz), braucht es als Grundlage eine gemeinsame Sicht. Dies ermöglicht Gemeinschaftslösungen, die über Einzellösungen hinausgehen und grösseren Nutzen schaffen.
  • Viele Energieprojekte sind Gesellschaftsprojekte, die durch Kooperation unterschiedlicher Gruppen zustande kommen (z.B. miinSTROM-Anlage  auf Schulhaus Rütihof, die Regionalwerke bauen mit Beiträgen von Badener Bürgerinnen und Bürgern auf öffentlichen Gebäude eine PV-Anlage). Mit dem Energiekonzept wird der Rahmen für solche Projekte gesteckt.

Wie steht das Energiekonzept zu den Energiestrategien von Kanton und Bund?

  • Bund, Kantonen und Gemeinden bieten sich unterschiedliche Wirkungsbereiche, um ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Das Energiekonzept übersetzt die übergeordneten Strategien in den Badener Kontext. Die formulierten Ziele decken sich in etwa, ein 1-zu-1-Vergleich ist jedoch nicht möglich. Die Zieldefinition (Endenergie versus Primärenergie), der zeitliche Horizont wie auch das Ausgangsjahr sind unterschiedlich gewählt.

Wieso sind die Ziele in Primärenergie und CO2-Äquivalenten festgelegt?

  • Endenergie ist die Energiemenge, die in ein Gebäude geliefert wird. Der verwendete Energieträger spielt ebenfalls eine Rolle. Deshalb ist es wichtig, die gesamte Produktionskette zu berücksichtigen. Der Endenergie werden die in der Nutzbarmachung und durch Transport/Übertragung auftretenden Verluste zugeschlagen und zur ursprünglich vorhandenen respektive eingesetzten Primärenergie zusammengefasst.
  • CO2-Äquivalente bezeichnen die Treibhauswirkung von Gasen, welche die Klimaerwärmung antreiben. Die Treibhauswirkung wird ausgedrückt in der Treibhauswirkung von einer Tonne CO2. Die Wirkung von Treibhausgasen wie Methan oder SF6 wird in die Wirkung von CO2 umgerechnet. Die Treibhauswirkung von einer Tonne Methan ist vergleichbar mit der Treibhauswirkung von rund 21 Tonnen CO2.