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Neue Förderbestimmungen für energetische Bauprojekte

Der Stadtrat Baden erlässt eine Energieverordnung und ändert die Förderbestimmungen.

 Private und Gewerbetreibende können so kostenlose Beratung in Energiefragen erhalten. Die Stadt leistet ausserdem einen Beitrag an Analysekosten sowie bei der Finanzierung von Dienstleistungen bei Modernisierungen und dem Wechsel zu nachhaltigen Wärmeverbünden.

Der Einwohnerrat Baden hat Ende März 2017 das Energiekonzept verabschiedet. Dieses sieht vor, bis 2026 die Treibhausgasemissionen um 30% gegenüber 2013 zu senken. Um auf dieses Ziel hinzuarbeiten, setzt der Stadtrat am 1. November 2017 eine Energieverordnung in Kraft. Diese regelt die Vergabe von finanziellen Beiträgen neu und löst dadurch die bisherigen Förderbestimmungen ab. Die finanziellen Beiträge werden wie bisher dem 2013 vom Einwohnerrat gesprochenen Rahmenkredit Energie belastet. In Zukunft liegen die Beratung und Projektbegleitung im Vordergrund. Sie ersetzen das bisherige Vergütungssystem (Förderbeiträge Minergie-Bauten, Wärmepumpen und Solarthermie). Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf gebäudebezogenen Massnahmen.

Im Mittelpunkt stehen weiterhin gebäudebezogene Massnahmen, denn ältere fossil beheizte Gebäude sind für einen beträchtlichen Anteil der emittierten Treibhausgase verantwortlich. Heizungs- und insbesondere Gebäudesanierungen reduzieren den Energiebedarf massgebend. Jedes Gebäude zeichnet sich allerdings durch eine individuelle Bauweise und Bedürfnisse der Gebäudenutzenden aus. Optimale Sanierungen bedingen deshalb massgeschneiderte Optimierungslösungen und eine fachliche Begleitung über den gesamten Erneuerungsprozess.

Der Stadtrat möchte Private und Gewerbetreibende mit attraktiven Unterstützungsbeiträgen bei der Umsetzung langfristig wirkender energetischer Massnahmen unterstützen. Dabei stehen drei Beratungsleistungen im Zentrum:

Kurz- und Vorgehensberatung: Fragen rund um das Thema Energie können wie bisher der Energiefachstelle der Regionalwerke oder weiteren auf www.baden.ch/energie publizierten Fachstellen gestellt werden. Die Beratung ist kostenlos.

Vor-Ort-Beratung: Eine Analyse des energetischen Zustandes eines Gebäudes vor Ort ermöglicht die Festlegung sinnvoller Massnahmen. Die Stadt Baden übernimmt Analysekosten bis CHF 1000. Die beratenden Fachstellen sind auf www.baden.ch/energie publiziert.

Beratung bei Modernisierungen: Bei Gebäudesanierungen prallen vor und während der Umsetzung viele Meinungen und Sichtweisen aufeinander. Die übergeordnete Sicht bezüglich technischer, baurechtlicher und wirtschaftlicher Energieaspekte eines Energieexperten hilft, langfristig befriedigende Lösungen zu finden. Die Stadt Baden finanziert Energieberatungsdienstleistungen in Form von Baubegleitungen oder Umsetzungscoachings bis CHF 3000 abzüglich einem Selbstbetrag von CHF 100. Weitere Informationen unter www.baden.ch/energie.

Weitere Förderbeiträge

Die Stadt Baden will den Weg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gehen. Der Stadtrat unterstützt deshalb auch den Wechsel zu nachhaltigen Wärmeverbünden. Kleinwärmeverbünde oder Gemeinschaftsheizungen werden bei einem Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger mit einem Beitrag von CHF 5000 unterstützt. Der Wechsel von einer individuellen Heizung in einen im Energierichtplan gekennzeichneten Wärmeverbund mit erneuerbaren Energieträgern wird mit CHF 3000 unterstützt.

Die Energieverordnung ist mit allen weiteren wichtigen Informationen auf der Webseite www.baden.ch/energie abrufbar.

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