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«Kosmos Kino– zwischen Traum, Sitte und Kommerz» – Kinogeschichte zum Erleben

03. September 2017 bis 25. Februar 2018

Die Sonderausstellung «Kosmos Kino» erzählt die Geschichte des Kinos und seiner Besuchenden – in Baden, in der Schweiz und weltweit. Auf moderne, innovative und erlebnisorientierte Art.

Das Museum wird zum Kino, der Film ist die Ausstellung und spielt nicht auf der Leinwand sondern in den Köpfen der Besucherinnen und Besucher. Sie durchschreiten die fabelhafte Welt des Kinos vom Zelt zum Multiplex-Palast und hören spannende Geschichten aus dem bezaubernd-verzaubernden Traum-Raum Kino.

Baden spielt eine wichtige Rolle in der Kinogeschichte. Wo heute der «Melonenschnitz» des Historischen Museums Baden steht, öffnete 1910 das erste, sesshafte Badener Kino seine Pforten: Das Kino Kosmos. Doch schon davor gastierten auf dem Schulhausplatz die Jahrmarkt‐ und Wanderkinos.
Ursprünglich wurde das Kino von Fabrikarbeitenden und Leuten aus der Unterschicht besucht. In bürgerlichen Kreisen galt es lange als zwielichtig und verrucht. Deshalb beendete der Stadtrat Baden nach nur zwei Jahren nicht nur den Betrieb des Kosmos, sondern erliess gleich ein generelles Kinoverbot.

Die Kino-freie Zeit währte allerdings nicht lange. Die weltgewandte Marie Antoine aus Paris erwirkte bei der Aargauer Regierung eine Rücknahme des Verbots und gründete mit dem Kino Radium eine neue Spielstätte, die heute unter dem Namen Royal als Kulturhaus betrieben wird.
1928 eröffnete Eugen Sterk sein Kino und begründete damit die Badener "Kino-Dynastie" Sterk. Besondere Leihgaben aus dem Familienarchiv sind in der Ausstellung zu sehen. Schliesslich hat sich Baden mit dem FANTOCHE einen Namen in der Filmfestivallandschaft gemacht. Zum Festivalprogramm gehören dieses Jahr auch Veranstaltungen im Historischen Museum Baden.

Der Ausstellungsbesuch wird durch ein eigens für die Ausstellung geschriebenes Hörspiel begleitet. Es erzählt die Kinoentwicklung der letzten hundert Jahre mit den Augen von René Marchal, ehemaliger Betreiber des Kinos Radium. Auf seinem Spaziergang durch die Kinogeschichte trifft er auf Freunde und Widersacher und kommentiert die Veränderungen des Kosmos Kino bis heute.

Die Filmregisseurin Rahel Grunder wechselt für die Ausstellung für einmal den Blick und kuratiert eine moderne, erlebnisorientierte Ausstellung, umgesetzt durch den Szenografen Dan Jakob. In "Kosmos Kino" verschmelzen historische Objekte mit reich ausgestatteten Kinoräumen im Kleinformat und machen Geschichte hautnah erlebbar.

Vernissage «Kosmos Kino – zwischen Traum, Sitte und Kommerz»

03. September 2017, 11 Uhr, Anmeldung erwünscht: +41 56 222 75 74 / hist.museumNULL@baden.ch

Begrüssung und Einführung: Dominik Sauerländer (Museumsleiter, a.i.), Grusswort: Erich Obrist (Stadtrat), Einführung in die Ausstellung: Rahel Grunder (Ausstellungskuratorin). Kurzfilme aus der frühen Badener Kinozeit, am Klavier Matthias Roth. Anschliessend sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit FANTOCHE:

Generationen-Podium: Filme mal drei

06. September 2017, 17.15 – 18.15 Uhr
Welche Rolle spielte das Kino in den 50er-Jahren, als es noch kaum Fernsehgeräte gab?
Welches waren die beliebtesten Fernseh-Serien um 1970?
Und: Hat «youtube»  die Generation «Internet» das Kino ersetzt?
Unter Leitung von Annette Schindler (Festivaldirektorin Fantoche) diskutieren drei Generationen über ihre Kinoerlebnisse: Max Pauli («Generation Kino»), Erich Obrist («Generation Fernsehen») und Mathilde Dam Hansen («Generation Internet»)
Freier Eintritt mit FANTOCHE-Festivalpass

Kultur über Mittag

07. September 2017, 12.15 Uhr, Anmeldung erforderlich: 056 222 75 74 / hist.museumNULL@baden.ch
Rundgang durch die Sonderausstellung mit Rahel Grunder (Ausstellungskuratorin und Filmemacherin)Regulär: CHF 19.- mit Lunch / CHF 8.- ohne Lunch
Freier Eintritt mit FANTOCHE-Festivalpass / CHF 11.- mit Lunch

Agenda www.museum.baden.ch

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