Energieverbrauch städt. Liegenschaften

 Energiekennzahlen

Die Energiekennzahl ist ein spezifisches Mass für die einem Gebäude während eines Jahres netto gelieferte Energie, bezogen auf die Energiebezugsfläche des Gebäudes. Sie zeigt, neben dem allfälligen Einsparpotential, die energetische Qualität eines Gebäudes. Damit können Gebäude gleicher Nutzung miteinander verglichen werden. Die Kennzahl wird entweder in MJ/m² oder kWh/m² ausgewiesen, zum besseren Verständnis teilweise auch in Liter Öl/m². Die Energiekennzahl wird für Neubauten und Sanierungen aufgrund von Plandaten berechnet, für bestehende Gebäude wird sie aus den effektiven jährlichen Verbrauchsdaten ermittelt und auf ein Normklima korrigiert.

Gewichtete Energiekennzahl

Für die Berechnung werden die Energieträger (Elektrizität, Öl / Gas, Holz, Abwärme, Sonne, Luft- und Erdwärme) normalerweise unterschiedlich gewichtet – man spricht dann von der «gewichteten Energiekennzahl». Bei einem Minergie-Nachweis wird beispielsweise die Elektrizität mit 2.0 doppelt so hoch gewichtet wie Heizöl oder Erdgas und Holzenergie mit dem Faktor 0.7. Direkt zugeführte Sonnenenergie sowie Erdwärme wird mit null gewichtet und somit nicht mit zum Energieverbrauch gerechnet.

Gerechnete Energiekennzahl (Neubauten, Sanierungen / Erweiterungen)

Für den Neubau und für Erweiterungen eines Gebäudes wird zur Erstellung des Energienachweises mit Standardnutzungswerten der jeweiligen Gebäudekategorie gemäss SIA-Norm sowie mit Klimadaten der vorgeschriebenen Klimastation gerechnet. Bei einem Neubau spricht man darum von einer «gerechneten Energiekennzahl».

Gemessene Energiekennzahl (Gebäude bestehend)

In einer Energiebuchhaltung sind «gemessene Energiekennzahlen» ausgewiesen. Zur Ermittlung der Werte wird objektweise der Energieverbrauch pro Energieträger durch direkte Messung (z.B. Zähler für Strom, Gas, Wärme) oder durch Lieferantenrechnungen und Feststellung des Bestandes (z.B. Messung des Ölniveaus oder Holzstands) am Anfang und am Ende der Messperiode bestimmt. Zudem müssen die physischen Einheiten (l, kg, m³ usw.) der Energieträger in Energieeinheiten (MJ oder kWh) umgerechnet werden. Die Energieverbräuche sind unter Berücksichtigung der Heizgradtage klimabereinigt. Einfluss auf eine gute bzw. tiefe Energiekennzahl haben:

  • kompakt gebaute Gebäudeform
  • gute Gebäudeorientierung und Fenster-Beschattung
  • gut gedämmte und dichte Gebäudehülle
  • optimal auf Gebäude abgestimmtes Heizsystem
  • effiziente und zentrale Warmwassererzeugung
  • gedämmte und geregelte Heizwärme- und Warmwasserverteilung
  • Einsatz erneuerbarer Energien (Solaranlage, Holz, WP usw.)
  • effiziente, zweckmässige Haustechnik (Beleuchtung, Geräte, Steuerung)
  • achtsames und energiebewusstes Benutzerverhalten

Begriffserklärung Energiebuchhaltung [pdf, 21.42 KB]

Die Energiebuchhaltung der Stadt Baden wird von der Energiefachstelle Baden jährlich nachgeführt und ausgewertet. Kontaktnahme für Auskünfte rund um das Thema «Energie» unter:

Regionalwerke AG Baden, Energiefachstelle
Haselstrasse 15, 5401 Baden
Telefon +41 56 200 22 89
efsNULL@regionalwerke.ch

Übersicht über die erfassten sädtischen Liegenschaften

Vergleich Kennzahlen Bezugsflächen erfasster Liegenschaften [pdf, 28.71 KB]
Entwicklung Kennzahlen erfasster Liegenschaften [pdf, 36.37 KB]

Detaillierte Informationen zu den städtischen Gebäuden (Objekte mit Verbrauchsentwicklung)

Schulanlagen


Kindergärten


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