Direkt zum Inhalt springen

Stadt ist.

Metanavigation

Stadt ist.

Energiestadt

Baden ist seit 2006 Energiestadt GOLD. Energiestädte zeichnen sich durch verantwortungsvolles und ergebnisorientiertes Handeln in den Bereichen Energie, Verkehr und Umwelt aus. Das Label «Energiestadt» steht für einen umfassenden Prozess, der langfristig zu einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik führt. Das Energiestadtlabel ist vergleichbar mit einem Qualitätsmanagementsystem. Nur wer sich laufend verbessert, kann sich behaupten.

Die Stadt Baden ist seit 1996 mit dem Verein Energiestadt assoziiert, zuerst als Erfa-Gemeinde (Mitglied ohne Zertifizierung), seit 2006 als Energiestadt GOLD. Das Gold-Label tragen in der Schweiz zurzeit (2015) 32 Städte, energiestadt.ch Im Kanton Aargau ist Baden nach wie vor die führende Energiestadt. Im nationalen Vergleich haben einige Gemeinden und Städte Baden überholt.
Aktueller Vergleich: energiestadt.ch

Baden - Energiestadt Gold 2018

Baden wurde am 22. Oktober 2018 zum vierten Mal in Folge als Energiestadt mit dem Label GOLD ausgezeichnet. Dazu beigetragen haben folgende energiepolitischen Vorzeigeprojekte:

  • Das Energiekonzept 2017-2026 mit konkreten Zielen und einem integrierten Energierichtplan bildete die Grundlage für die erneute erfolgreiche Zertifizierung. Zentral ist auch die Verankerung des Energiekonzepts in der Eigentümerstrategie der Regionalwerke Holding AG.
  • Mit der Inbetriebnahme der holzbetriebenen Heizzentrale Dättwil 2017 gelang Baden ein Meilenstein. Die Zentrale versorgt das Fernwärmenetz Dättwil mit erneuerbarer Wärme und produziert Strom für etwa 700 Haushalte.
  • Das Förderreglement (Energieverordnung) wurde auf maximalen Wirkungsgrad hin optimiert. Es umfasst Beiträge für Beratungen, Förderungen im Wärmebereich und Aktionen (Caritas EnergieCheck, Duschbrausenersatz usw.).
  • Für die Umsetzung des neuen Energiekonzepts stehen jährlich CHF 280’000 bereit.
  • Baden verfügt über ein vielfältiges und breites Beratungsangebot zum Thema Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Mit der Umsetzung des neuen Energiekonzepts 2017 – 2026 will die Stadt die nächste Etappe in Angriff nehmen. Sie hat sich dabei zum Ziel gesetzt, den einwohnerbezogene Treibhausgas-Ausstoss gegenüber 2013 um 30% und den Primärenergieverbrauch um 15% zu senken. Die Stadt will vorbildlich handeln, geschickte Anreize setzen, die Interaktion mit der Bevölkerung stärken und die Eigeninitiative fördern.

Die Stadt Baden beabsichtigt dazu in den kommenden Jahren:

  • Fernwärme ausbauen und Ölheizungen konsequent durch Wärmepumpen und Gasheizungen ersetzen. Die Grundlage für eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft ist ökologisch produzierte Energie. Die Regionalwerke bieten verschiedene geeignete Produkte an.
  • Effizienz bei der Mobilität erhöhen.
  • Infrastruktur erneuern und optimieren (z. B. energetische Sanierungspläne für Liegenschaften). Die Stadt bietet verschiedene Förder- und Beratungsangebote an.
  • Mit gezielten Anreizen das Verhalten der Bevölkerung, von Privaten und Gewerbe beeinflussen.
  • Bei Gestaltungsplänen den Effizienzpfad Energie vorgeben und Auflagen zur Mobilität integrieren.

Weshalb trägt Baden das Gold-Label?

Die Stadt Baden versucht, das Handlungspotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wird anhand eines Massnahmenkataloges überprüft, wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist. Dabei werden sechs Bereiche betrachtet. Das Spinnendiagramm zeigt auf in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen liegen.

Folgende umgesetzte Massnahmen tragen in hohem Masse zum GOLD-Label bei:

Entwicklungsplanung und Raumordnung

  • Klare Nachhaltigkeitsstrategie (Planungsleitbild)
  • Geplante Absenkpfade für Primärenergie  und Treibhausgase im Energieleitbild 2016, Vision der 2000-Watt-Gesellschaft
  • Regelmässige umfassende Bilanzierung von Energie und Treibhausgasen
  • Konkret formulierte Ziele im Energieleitbild
  • Umfassendes Abfallkonzept
  • Energierichtplan in Vorbereitung
  • Beratungsangebot durch Energiefachstelle

Kommunale Gebäude und Anlagen

  • Für städtische Gebäude gilt der Gebäudestandard 2011
  • Die meisten Gemeindebauten verfügen über eine Energieetikette
  • Stadt verwendet zu 100% erneuerbaren Aquae-Strom
  • Strassenbeleuchtung wird nachts gebietsweise ausgeschaltet                                  

Versorgung und Entsorgung

  • Regionalwerke bietet Strom aus erneuerbaren lokalen Quellen an
  • Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen wird laufend ausgebaut (geplant: Wärmezentrale Dättwil)
  • Abfälle (Biomaterial, Kehricht) werden energetisch genutzt     

Mobilität

  • Parkplätze werden aktiv bewirtschaftet
  • Kommunaler Gesamtplan Verkehr legt Massnahmen und Ziele im Bereich Mobilität fest
  • Mobilitätszentrale badenmobil       

Interne Organisation

  • Interne Ressourcen für Ökologie, Verkehr und Energie
  • Rahmenkredit für die Umsetzung von Massnahmen
  • Aktive Energiekommission      

Kommunikation und Kooperation

  • Regelmässige Veranstaltungen (Earth-Hour, Wave-Trophy, Mobilitätstag, Energie-Apéros, Umweltwochen)
  • Umweltbildung in Schulen und Kindergärten