Energiestadt

Baden ist seit 2006 Energiestadt GOLD. Energiestädte zeichnen sich durch verantwortungsvolles und ergebnisorientiertes Handeln in den Bereichen Energie, Verkehr und Umwelt aus. Das Label «Energiestadt» steht für einen umfassenden Prozess, der langfristig zu einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik führt. Das Energiestadtlabel ist vergleichbar mit einem Qualitätsmanagementsystem. Nur wer sich laufend verbessert, kann sich behaupten.

Die Stadt Baden ist seit 1996 mit dem Verein Energiestadt assoziiert, zuerst als Erfa-Gemeinde (Mitglied ohne Zertifizierung), seit 2006 als Energiestadt GOLD. Das Gold-Label tragen in der Schweiz zurzeit (2015) 32 Städte, energiestadt.ch Im Kanton Aargau ist Baden nach wie vor die führende Energiestadt. Im nationalen Vergleich haben einige Gemeinden und Städte Baden überholt.
Aktueller Vergleich: energiestadt.ch


Weshalb trägt Baden das Gold-Label?

Die Stadt Baden versucht, das Handlungspotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wird anhand eines Massnahmenkataloges überprüft, wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist. Dabei werden sechs Bereiche betrachtet. Das Spinnendiagramm zeigt auf in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen liegen.

Folgende umgesetzte Massnahmen tragen in hohem Masse zum GOLD-Label bei:

Entwicklungsplanung und Raumordnung

  • Klare Nachhaltigkeitsstrategie (Planungsleitbild)
  • Geplante Absenkpfade für Primärenergie  und Treibhausgase im Energieleitbild 2016, Vision der 2000-Watt-Gesellschaft
  • Regelmässige umfassende Bilanzierung von Energie und Treibhausgasen
  • Konkret formulierte Ziele im Energieleitbild
  • Umfassendes Abfallkonzept
  • Energierichtplan in Vorbereitung
  • Beratungsangebot durch Energiefachstelle

Kommunale Gebäude und Anlagen

  • Für städtische Gebäude gilt der Gebäudestandard 2011
  • Die meisten Gemeindebauten verfügen über eine Energieetikette
  • Stadt verwendet zu 100% erneuerbaren Aquae-Strom
  • Strassenbeleuchtung wird nachts gebietsweise ausgeschaltet                                  

Versorgung und Entsorgung

  • Regionalwerke bietet Strom aus erneuerbaren lokalen Quellen an
  • Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen wird laufend ausgebaut (geplant: Wärmezentrale Dättwil)
  • Abfälle (Biomaterial, Kehricht) werden energetisch genutzt     

Mobilität

  • Parkplätze werden aktiv bewirtschaftet
  • Kommunaler Gesamtplan Verkehr legt Massnahmen und Ziele im Bereich Mobilität fest
  • Mobilitätszentrale badenmobil       

Interne Organisation

  • Interne Ressourcen für Ökologie, Verkehr und Energie
  • Rahmenkredit für die Umsetzung von Massnahmen
  • Aktive Energiekommission      

Kommunikation und Kooperation

  • Regelmässige Veranstaltungen (Earth-Hour, Wave-Trophy, Mobilitätstag, Energie-Apéros, Umweltwochen)
  • Umweltbildung in Schulen und Kindergärten