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Baden ist.

Tiere im Wohn- und Siedlungsgebiet

Amphibien

In der Schweiz sind alle Amphibien geschützt. In Baden sind 6 Arten nachgewiesen.

Gelbbauchunke, Bild Pixabay

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In der Schweiz sind alle Amphibien (Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche) durch das Natur- und Heimatschutzgesetz geschützt. Es ist untersagt, Amphibien zu töten, zu verletzen oder zu fangen, ihren Laich oder ihre Laichgewässer zu beschädigen, zu zerstören oder zu entfernen.

An der Mellingerstrasse und der Dättwilerstrasse wurden Leitwerke für Amphibien gebaut. Die Tiere unterqueren diese Strassen heute und erreichen sicher ihre Laichgewässer.

2015 und 2017 erfolgten verschiedene Aufwertungsmassnahmen für Amphibien. Alle Amphibienstandorte wurden 2020 kontrolliert und das Amphibieninventar erneuert. Dieses ist eine wichtige Grundlage für die Richtplanung Natur und Landschaft 2021.

Folgende Amphibien sind in Baden nachgewiesen:

  • Grasfrosch
  • Erdkröte
  • Bergmolch
  • Gelbbauchunke
  • Fadenmolch
  • Feuersalamander

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Fledermäuse

 In der Schweiz kommen 30 Arten vor, 9 davon auch in Baden.

Braunes Langohr, Foto Stiftung Fledermausschutz

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In der Schweiz sind alle Fledermäuse durch das Natur- und Heimatschutzgesetz geschützt. Es ist untersagt, Fledermäuse zu töten, zu verletzen oder zu fangen. Es ist auch untersagt, ihre Unterschlüpfe und Wochenstuben zu beschädigen oder zu zerstören.

Diese Arten sind in Baden nachgewiesen:

  • Grosses Mausohr
  • Braunes Langohr
  • Kleine Bartfledermaus
  • Grosser Abendsegler
  • Rauhautfledermaus
  • Wasserfledermaus
  • Weissrandfledermaus
  • Zweifarbenfledermaus
  • Zwergfledermaus

Der Dachstock der alten Kapelle Rütihof ist Quartier des Braunen Langohrs. Diese Art steht auf der Roten Liste. Sie ist besonders gefährdet durch Gebäuderenovationen und Umnutzungen von Dachstöcken.

Ein bedeutendes Winterschlafquartier des Grossen Abendseglers besteht im Kappelerhof. Im Fledermauskasten auf dem Dach eines Hochhauses drängen sich jeden Winter 200 bis 300 Tiere.

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Füchse

Als Allesfresser finden Füchse in der Stadt Futter im Überfluss. Sie haben sich an das Leben im Siedlungsraum hervorragend angepasst.

Fuchs, Bild Pixabay

Füchse in Siedlungsgebieten

Probleme mit Füchsen vermeiden

  • Füchse nicht füttern
  • Komposthaufen abdecken
  • Kehrichtsäcke nicht über Nacht draussen lassen

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Dachse

Dachse sind in Baden vielerorts unterwegs. Sie sind scheuer als Füchse, aber hinterlassen mehr Spuren in Gärten und Parks.

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Dachse sind Allesfresser mit einer grossen Vorliebe für Regenwürmer. Gärten bieten auch andere Nahrung wie Kirschen, Äpfel und Käferlarven. Dachse haben ausgezeichnete Nasen und finden ihre Nahrung vor allem wühlend und grabend.

Typisch für Dachse sind auch Latrinen: Kot in gegrabenen Mulden.

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Wildtier-Kamera ausleihen

Möchten Sie unsere Wildtier-Kamera ausleihen und „Ihrem“ Dachs auf die Spur kommen? Anfragen an: stadtoekologie@baden.ch


Igel

Igel fühlen sich auch in der Stadt wohl. Sie ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern und Insekten.

Igel, Bild Pixabay

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Ein igelfreundlicher Garten ...

  • ist vielfältig begrünt mit dichten Hecken, Stauden, Blumenbeeten und Wildpflanzen.
  • hat Laub- und Asthaufen und bietet viele Verstecke.
  • wird giftfrei gepflegt.
  • hat keine Hindernisse wie Stufen, Mauern oder Gitter.

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Alpen- und Mauersegler

Das Seglerinventar 2020 zeigt: An 131 Badener Gebäuden brüten Mauersegler, und an 23 Gebäuden Alpensegler.

Alpensegler, Bild Fritz Sigg

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2020 wurde das Badener Seglerinventar überarbeitet. Bei 131 Gebäuden wurden Nistplätze von Mauerseglern festgestellt. An 23 Gebäuden wurden Alpenseglernistplätze gefunden. Mit rund 200 ausgewachsenen Alpenseglern besitzt die Stadt Baden eine der grössten Kolonien der Region.

Segler sind in der Schweiz durch das Natur- und Heimatschutzgesetz geschützt. Es ist untersagt, Segler zu töten, zu verletzen oder zu fangen. Es ist auch untersagt, ihre Eier, Nester und Brutstätten zu beschädigen oder wegzunehmen. Nistplätze sind vor allem durch Gebäudesanierungen bedroht.

In der Stadt Baden müssen Seglernistplätze bei Bauprojekten geschützt oder ersetzt werden.


Saatkrähen

Saatkrähen sind in Baden Neuzuzüger. Erst seit wenigen Jahren brüten sie mitten in der Stadt.

Saatkrähe, Bild Stefan Wassmer

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Anders als die alteingesessene Rabenkrähe brüten Saatkrähen in Kolonien und haben einen hellen Schnabelgrund.

In den Kolonien kann es zur Brutzeit ganz schön laut werden, denn Saatkrähen sind äusserst sozial und kommunikativ.

In öffentlichen Grünanlagen wie dem Kurpark oder der Limmatpromenade werden ihre Kolonien grundsätzlich toleriert. An besonders sensitiven Orten werden die Nester allerdings entfernt.

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 Stadttauben

Das Füttern von Tauben ist gut gemeint, aber falsch verstandene Tierliebe.

Stadttauben, Bild Pixabay

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Je mehr Futter vorhanden ist, umso mehr Tauben gibt es. Und je grösser der Taubenbestand, umso einfacher können sich Parasiten und Krankheitserreger verbreiten, und der Gesundheitszustand der Tauben verschlechtert sich.

Aus Sicht des Tierschutzes gilt daher: Bitte nicht füttern!

Taubenkot an Gebäuden ist nicht nur unschön, sondern kann auch zu Fassadenschäden führen. Die Verschmutzungen können zudem ein gesundheitliches Risiko für die Hausbewohner darstellen, wenn sie sich über den Kot mit Viren, Salmonellen und anderen Bakterien anstecken.

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Bienen, Wespen, Hornissen

Ein Zusammentreffen mit diesen nützlichen Insekten löst oft Unsicherheit aus.

Wildbiene, Bild Stadtökologie

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Angst ist in vielen Fällen nicht angebracht. Wespen ernähren ihre Larven mit Insekten, vor allem Fliegen, und sind daher Nützlinge. Ob ein Nest am Gebäude wirklich entfernt werden muss, ist deshalb gut abzuwägen.

Wespen, Bienen und Hornissen sind nur am Nest aggressiv oder wenn man sie drückt. Mit Verständnis und vernünftigem Verhalten ist ein Zusammenleben oft möglich.

Merkblatt

Bienen, Wespen, Hummeln oder Hornissen entdeckt?

Bienen: Bienenschwärme sollen von Fachleuten eingefangen werden. Mitglieder des Verbandes Aargauischer Bienenzüchter stehen dafür zur Verfügung.

www.bienen-ag.ch

Wespen, Hummeln und Hornissen: Sofortiges Handeln ist meistens nicht nötig. Falls Sie das Nest dennoch entfernen möchten, muss die Entfernung privat organisiert werden.

Nicht immer muss ein Nest zerstört werden – oft kann es durch Fachpersonen umgesiedelt werden.

Asiatische Hornisse

Neben der einheimischen Europäischen Hornisse kommt in der Schweiz vermehrt die Asiatische Hornisse vor. Sie gilt als gebietsfremde, invasive Art.

Sichtungen können unter folgender Website gemeldet werden. Der Kanton organisiert basierend auf Meldungen die Nesterentfernung.

www.asiatischehornisse.ch

Weitere Informationen finden Sie im Umweltblog über die Asiatische Hornisse.

Wildbienen fördern

Möchten Sie Ihren Garten wildbienenfreundlich aufwerten? Im Wildbienenparadies Schellenacker (bei der gleichnamigen Bushaltestelle) finden Sie in unserem Umweltblog Inspirationen und Anleitungen dazu.

Haben Sie in Baden eine aussergewöhnliche Tierbeobachtung gemacht? - Wir freuen uns auf Ihre Meldung!