Stadt- und Ringmauer

Vermutlich in den sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts wurden Oberstadt und Halde erstmals systematisch ummauert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Fortifikation laufend erneuert und verbessert, im 18. und 19. Jahrhundert aber fast vollständig abgebrochen. Von der Ringmauer ist als einziger längerer Abschnitt nur das voreidgenössische, im 17. Jahrhundert verbesserte Teilstück auf dem Bergkamm zwischen Schloss und Stadt erhalten geblieben.

Wie die Schlossruine gehört seine Silhouette zu den typischen Kennzeichen des Stadtbildes. Die Mauer setzte ursprünglich an der Burgkapelle an und zog sich, in leichten Windungen dem Grat folgend, bis an die nördliche Wand der den Grat besetzenden Altstadthäuser. Auf der Nordseite ragt die Mauer über die steilen, natürlichen Kalkfelsköpfe. Am südseitigen Berghang wird sie von der Niklausstiege begleitet und lässt aus der Nähe noch ihre (in jüngerer Zeit erneuerte) Ziegelbedeckung mit stadtauswärts gerichteter Traufe und die Löcher für den Anbau von hölzernen Laufstegen erkennen. Dieser Aufbau lässt sich auch beim anderen Überbleibsel der Stadtummauerung, welches sich beim Haus Obere Halde 25 befindet, erkennen.