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Selbstbestimmt, vernetzt und aktiv – der Massnahmenplan Altersarbeit Baden stärkt das gute Altern
Die Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden hat gemeinsam mit dem Beirat Impuls 60+ und unter Einbezug der älteren Bevölkerung einen breit abgestützten Massnahmenplan erarbeitet – als Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen.
Die demografische Entwicklung ist eindeutig: Die Bevölkerung wird älter, insbesondere die Zahl der über 80-Jährigen nimmt deutlich zu. Die Stadt Baden begegnet dieser Entwicklung proaktiv. Seit 2020 sorgt die Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden dafür, dass bestehende Angebote für Seniorinnen und Senioren sichtbar gemacht, neue Initiativen lanciert und die Anliegen älterer Menschen in Politik und Verwaltung eingebracht werden.
«Die demografische Entwicklung ist keine Last, sondern eine Chance», sagt Melanie Borter, Leiterin der Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden. «Wenn wir die Bedürfnisse älterer Menschen frühzeitig ernst nehmen und gemeinsam handeln, profitieren alle Generationen.» Zusammen mit dem Beirat Impuls 60+ hat die Koordinationsstelle Altersnetzwerk einen Massnahmenplan für die nächsten vier Jahre erarbeitet.
Gutes Altern in Baden
Wie möchten Sie in Baden alt werden? Diese Frage stellte die Koordinationsstelle im Jahr 2024 rund 150 Seniorinnen und Senioren. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 75 Jahren. Die Antworten sind klar: Die meisten möchten so lange wie möglich selbstständig zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung und wenn nötig mit punktueller Unterstützung leben. Soziale Kontakte, kulturelle Teilhabe, ein gut erreichbarer öffentlicher Verkehr und ein barrierefreier öffentlicher Raum wurden besonders häufig genannt.
Ebenso wurde ermittelt, wie gut die bestehenden Angebote bekannt sind. Während Spitex-Dienste oder Pflegezentren fast allen ein Begriff sind, sind andere Angebote wie die Nachbarschaftshilfe KISS, telefonische Gesprächsangebote oder Unterstützung für Menschen mit wenig Deutschkenntnissen oder geringem Einkommen deutlich weniger bekannt.
Auf Grundlage dieser Rückmeldungen hat die Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe und dem Beirat Impuls 60+ einen Massnahmenplan erarbeitet. Dabei orientierten sie sich an den Leitsätzen der Alterspolitik Baden und des Kantons Aargau. «Die beiden Grundlagen ergänzen sich ideal und rücken die Potenziale älterer Menschen ins Zentrum», sagt Melanie Borter, Leiterin der Koordinationsstelle.
Elf Massnahmen
Von Informationsangeboten zur Sicherheit im Alltag über Projekte zur digitalen Kompetenz bis zu einem «Basar der Freiwilligenarbeit». Die Massnahmen stärken die soziale Teilhabe, verbessern den Zugang zu Unterstützung und fördern den Wissenstransfer unter älteren Menschen. Auch Personen mit geringen Deutschkenntnissen oder knappen finanziellen Mitteln sollen gezielter erreicht werden.
Der Massnahmenplan dient in den kommenden vier Jahren (2025–2028) als Arbeitsgrundlage für die Altersarbeit der Stadt Baden. Er wird bei Bedarf weiterentwickelt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit weiteren Akteurinnen und Akteuren sowie mit den vorhandenen Ressourcen der Koordinationsstelle Altersnetzwerk.
