Die Verwaltungsrechnung 2011 der Einwohnergemeinde Baden (inkl. Berufsbildungsvorhaben sowie Eigenwirtschaftsbetriebe Abfall und Abwasser) schliesst bei einem Gesamtvolumen von CHF 166 Mio. mit einem beachtlichen Finanzierungsüberschuss von CHF 27,381 Mio. ab.
Im Rechnungsjahr wurden von der Einwohnergemeinde brutto CHF 11.02 Mio. (netto CHF 9.61 Mio.) investiert. Der Budgetwert lag brutto bei CHF 21.59 Mio. (netto CHF 21.04 Mio.). Grössere Projekte (Lehrschwimmhalle Burghalde, Strassensanierung Gstühl und Stauraumerweiterung Dättwiler Weiher) konnten aus diversen Gründen noch nicht realisiert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 375 %. Der Finanzplan zeigt auf, dass die Investitionstätigkeit in den folgenden Jahren wieder stark zunimmt.
Im Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasser wurden CHF 0.8 Mio. investiert. Dank Kanalisationsanschlussgebühren von CHF 1.4 Mio. resultiert ein Finanzierungsüberschuss von CHF 0.2 Mio. Beim Abfall zeigt sich ein Überschuss von CHF 0.07 Mio.
Die Selbstfinanzierung der Laufenden Rechnung beträgt CHF 36 Mio. nach Speisung von WOV-Einlagen. Die Selbstfinanzierung ist damit rund CHF 6.6 Mio. höher als budgetiert (CHF 29,409 Mio.). Die Abweichung resultiert wie im Vorjahr hauptsächlich aus den Steuereinnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Erträge um 4.7%, die Aufwendungen stiegen um 3.5 %.
Die bereinigte Budgetabweichung der Produkterechnung beträgt CHF 6.4 Mio. Positive Budgetabweichungen wurden von 17 Abteilungen erzielt, 5 Abteilungen weisen negative Abweichungen aus. Die erhobenen Messgrössen bei den einzelnen Produkten weisen auf eine gute Qualität der Leistungen hin. In diesem Jahr wurde wiederum auf eine WOV-Einlage aus dem Überschuss des Steuerertrags verzichtet.
Der Indikator "Nettozinsen in Prozent der Steuern" liegt bei -4.57 %. Dieser Wert liegt im Gesamtdurchschnitt des Kantons (2010 bei +0,56 %) sehr gut. Aus der Nettoschuld pro Einwohner 2010 von CHF 473 wurde ein Nettovermögen pro Einwohner von CHF 942. Nicht erreicht wurde das finanzpolitische Ziel ‚Wachstum beeinflussbarer Nettoaufwand (4.0 %) gegenüber Lohnsummensteigerung (2 %).
Die detaillierten Rechnungen 2011 werden dem Einwohnerrat am 27./28. März 2012 zur Genehmigung unterbreitet.
STADTRAT BADEN